Sie ist DIE "First Lady" und neustes
Aushängeschild vom Timbaland Label "Mosely Music": Keri
Hilson.Schön, intelligent und überaus talentiert – Keri Hilson hat das Zeug zum nächsten Superstar. 2007 erregte Keri Hilson das erste Mal internationales Aufsehen, als sie die Refrain zu Timbalands Megahit "The Way I Are" und "Scream" sang. Was bislang nur die wenigsten wussten: Sie ist auch selbst Musikerin, Songwriterin und Sängerin. Und sie wird dieses Jahr richtig durch die Decke gehen. Denn Keri Hilson zählt zu den wenigen, die es wirklich verdient haben. Schon während ihrer Kindheit fungierte die Musik für Keri als eine Art
"bester Freund" – und diesem "Freund" ist sie bis heute treu geblieben:
"In der Schule habe ich häufig Ärger bekommen, weil ich andauernd
gesungen habe. Pausenlos hab ich unbewusst irgendwelche Melodien vor
mich hergesummt. Irgendwann nahm das so sehr Überhand, dass meine
Freunde mich nur noch ‘Keri-okey’ genannt haben." Ein Name, auf den sie
inzwischen stolz ist; so stolz, dass er unter jedem Superhit steht, den
sie komponiert. Mit wie viel Leidenschaft und Entschlossenheit die in Atlanta Geborene bei der Sache ist, zeigte sich schon, als sie noch nicht mal ein richtiger Teenager war: Während sie in der Schule Theater spielte und in ihrer Heimatstadt einen Talentwettbewerb nach dem anderen gewann, brachte sie sich schon mit 12 Jahren bei, wie man Songs schreibt. Ihr Klavier- und Gesangslehrer war von ihrem Können so sehr beeindruckt, dass er Keri schon bald in ein Studio mitnahm, wo sie die Feinheiten des Aufnahmeprozesses kennen lernte. "Da wurde mir klar, dass Musik mehr sein könnte als irgendein Hobby", berichtet sie. "Allerdings wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht, dass es Leute gibt, die mit Produktionen und Songwriting ihr Geld verdienen, dass es ein richtiger
Job sein könnte.""Ich treffe oft Leute, die Opportunisten sind und Dinge sagen wie: ‘Wenn’s passiert, passiert es eben.’ Da gehöre ich nicht dazu. Ich bin eher draufgängerisch veranlagt." Das liegt auf der Hand: Schon als 18-Jährige arrangierte sie Songs, editierte Gesangsspuren und leitete Aufnahme-Sessions als Toningenieurin. Mit dem Ziel im Hinterkopf, sich einen Namen als gefragte Songwriterin zu machen, begegnete Keri schließlich dem Produzenten Polow da Don, während sie in diversen Studios in ganz Atlanta arbeitete. Eines Nachmittags stellte er ihr dann eine entscheidende Frage: "‘Was meinst du, welcher Produzent könnte dir dabei helfen, als Künstlerin zu dem zu werden, was dir persönlich vorschwebt? Wer würde dich musikalisch
am meisten inspirieren und am besten zu dir passen?’ – und ich sagte
nur: ‘Timbaland, keine Frage.’" Was sie zu diesem Zeitpunkt gar nicht wusste, war, dass Polow den Überproduzenten aus Virginia Beach bereits gefragt hatte, was er denn von ihrem Können hielt. Und so rief Polow sie eines Morgens an und berichtete ihr, dass Tim sie unbedingt treffen wollte. Keri war außer sich. "Allerdings bin ich nicht wirklich ausgerastet", erinnert sie sich an jenen Morgen zurück. "Denn ich war auf diese Situation vorbereitet. Während ich mich die ganze Zeit darauf konzentriert hatte, meine Skills als Songschreiberin zu verfeinern, war mir insgeheim doch klar gewesen, dass ich eines Tages meine große Chance als Künstlerin bekommen würde. All die Erlebnisse, alles, was ich während meiner Jugend gefühlt und gedacht hatte, all die harte Arbeit... und ich sagte nur: ‘OK. Wow. Dann ist es wohl soweit. Jetzt geht’s anscheinend richtig los.’" Und tatsächlich ging es jetzt richtig los: Schon beim ersten Treffen
stellten Keri und Timbaland fest, dass es zwischen ihnen eine ganz
besondere Chemie gab. "Wir verbrachten ganze Nächte damit, die Musik
anderer Leute zu hören und sie zu beurteilen. Wir wollten sie nicht
studieren, sondern einfach nur zuhören und darüber diskutieren. Und
damit das klar ist: Wir sind nicht immer einer Meinung gewesen.
Überhaupt nicht. Sind wir auch heute nicht. Aber so ist das wohl, wenn
man zwei kreative Köpfe zusammenbringt und sie in ein Studio steckt."
Ein noch größerer Wurf entsteht nur dann, wenn man gleich drei kreative Menschen in einen Raum steckt: Am 30.05.09 erscheint mit "In A Perfect World..." endlich Keri Hilsons Debütalbum in Deutschland. Veröffentlicht wird es von der Mosley Music Group (Tims Label) und Zone 4 (Polows Label), unter dem Dach von Interscope Records (Jimmy Iovines Label). Es handelt in erster Linie von Beziehungen: Die LP ist wahnsinnig emotional, durch und durch menschlich, auf wunderbare Weise unvollkommen. "Kein Mensch steht über den Realitäten des Lebens – Herzschmerz, Liebe, Versagen, Erfolg –, und mir war wichtig, dass mein Album diese Tatsache widerspiegelt", setzt Keri an. "Das ist die Idee, die auch im Albumtitel mitschwingt. Schließlich wird es immer etwas geben, das ‘in einer perfekten Welt’ anders wäre; etwas, das man verändern würde – und das ist natürlich auch bei mir so." Keri Hilsons mit Spannung erwartetes Debütalbum besticht mit der perfekten Kombination aus drei Elementen: ihrem Können als Songschreiberin, den Produktionen von Polow da Don, Timbaland und Danja,
die jegliche Genregrenzen hinfällig machen, und schließlich ihrem
unfassbaren Gesangstalent. "Ich trage meine Songs mit sehr viel Gefühl
vor", schwärmt sie. "Ich mag Effekte so oder so nicht besonders. Denn
sie überlagern die eigentlichen Gefühle. Nimm zum Beispiel diese
Reibeisenstimme in einem Stück wie ‘Slow Dance’ (das sie zusammen mit
Justin Timberlake geschrieben hat). Das ist genau der Sound, den ich
hören will – geradeheraus, ohne Firlefanz und einfach nur klassisch.
Alte Schule eben. Dieses Gefühl darf für mich nicht fehlen. Mir bedeuten
diese Empfindungen so viel; und ich will nicht, dass irgendwer mein
Album hört und einfach nur denkt: ‘Klingt ganz nett.’ Das kann jeder.
Mir geht es vielmehr darum, dass die Leute nach dem Anhören denken: ‘Das
hat sich fantastisch angefühlt.’"Um es weniger bescheiden auszudrücken: Das Album ist so unglaublich gut, wie man es von Keri und ihren hochkarätigen Kollegen erwarten würde. Es ist ein Meilenstein, der beides erfüllt: Es klingt fantastisch und fühlt
sich auch so an. Die Songs sind unkonventionell. Zwar werden viele Leute
auf die handfesten Pop-Elemente abgehen (und ansteckende Hooks gibt’s en
masse, keine Frage), aber die Arrangements der Songs sind zum Teil
extrem anspruchsvoll und vielschichtig. Man denke zum Beispiel an die
krassen Synthesizer-Bässe, die auf „Ready to Fall“ auf klassische
Gitarren treffen, ein eindringliches Stück, das Polow da Don produziert
hat, wobei Keri alles mit ihrer vielseitigen Stimme zusammenhält. Oder
an so unterschiedliche Highlights wie "Mic Check", von Timbaland
produziert und episch orchestriert ("Ich fand es großartig, diese ganze
Wut in meiner Stimme zu beherrschen"), und "Return the Favor", das mit
einer schnell abfallenden Electro-Bass-Spur besticht. Das gegenseitige
Vertrauen zwischen Künstlerin und den Produzenten erlaubte es ihnen,
neue Wege zu gehen und dabei keine Risiken zu scheuen. "Get It Girl"
widmet Keri schließlich all den "fly girls", die sie in dem Stück auch
direkt anspricht: "Ein ‘Get It Girl’ setzt alles daran, ihr Leben zu dem
zu machen, was sie sich davon erhofft. Sie ist stark, unabhängig,
entschlossen, amüsiert sich gern und weiß genau, was abgeht – und ganz
egal, was auch kommen mag: Einschränkungen sind für sie ein Fremdwort."
Schließlich ist das von Polow da Don produzierte "Turnin’ Me On", auf
dem Lil Wayne als Vokalgast zu hören ist, schon jetzt ein absoluter
Airplay-Hit in den USA. Zu weiteren Albumgästen zählen unter anderem Akon, Keyshia Cole und Ne-Yo.
Natürlich dürfen die beiden bereits bekannten Timbaland Hit-Nummern "Scream"
und "The Way I Are" nicht fehlen und vervollständigen somit das
Erstlingswerk einer großartigen Künstlerin.Auf „In"A Perfect World…" entwirft Keri Hilson eine Welt, in der Musik das sein kann, was sie ist: Musik nämlich. Ohne Schubladen oder Scheuklappen. Denn Keri will auf jeden Fall verhindern, dass sie in irgendeine Kategorie gedrängt wird: "Ich will stattdessen selbst ein Referenzpunkt sein", sagt Hilson, die gerade erst eine Tour mit T.I. und Lil Wayne absolviert hat, abschließend. "HipHop ist heutzutage Pop; Pop ist HipHop. Die Musik hat sich verändert; und sie verändert sich weiterhin. Ich will im Zentrum dieser Entwicklungen stehen. Ich will eine Ursache sein, kein Resultat davon."
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